Beim Wachkoma (auch apallisches Syndrom) ist das Gehirn schwerst geschädigt. Ursachen können Unfälle, Hirnhautentzündung, Schlaganfälle, Sauerstoffmangel oder Tumore sein.
Betroffen ist überwiegend das Großhirn, das infolge der Schädigung größere oder alle Teile seiner Funktion verliert. Nach dem anfänglichen Stadium, das nur auf einer Intensivstation behandelt werden kann, kommt es entweder zu einer mehr oder weniger guten Erholung der Hirnfunktion oder der Betroffene verbleibt in einem komatösen Wach-Stadium.
Beatmet wird in der klinischen Behandlung invasiv. Dabei wird nach einem Luftröhrenschnitt eine Trachealkanüle gelegt, über die die Versorgung mit Atemluft stattfindet. Auch wenn nicht mehr künstlich beatmet werden muss, verbleibt die Trachealkanüle oft in der Luftröhre, um den Betroffenen optimal pflegerisch versorgen zu können und Pneumonien (Lungenentzündungen) als Folge von Aspirationen wegen Schluckstörungen vorbeugen zu können. Der Patient muss intensiv gepflegt werden und ist auf fremde Hilfe angewiesen.
